
Für das Fischessen beim Fischer-Club Wettingen unterhielt die Jungmannschaft des Limmat-Club Baden den Fährbetrieb über den Stausee zwischen Neuenhof und Wettingen. Natürlich durften auch die Aktiven und Senioren tatkräftig mithelfen.
Meine Schicht dauerte am Samstag von 16:30 Uhr bis 22:30 Uhr. Ich hatte das Vergnügen, mit meinem Fahrpartner Roland die 6 Stunden zu reissen. Im anderen Weidling waren Vater Rolf zusammen mit seinen beiden Jungs Raffi und Adi am chrampfen.
Wir hatten einiges zu tun und fuhren oft hungrige oder satte Gäste von Ufer zu Ufer. Und wenn uns die Fahrgäste zwischendurch ausgingen, opferten wir uns als Ausflugsdampfer und chauffierten irgendwelche Landratten über die Wogen, welche auch mal etwas echte Seeluft schnuppern wollten. So kamm es, dass die Oldies für die Jungfahrerkasse manchen Fünflieber einkassieren durften. Ob die Alten dann auch mal auf Kosten der Jungfahrerkasse etwas unternehmen dürfen?
Vom Wetter her hatten wir grosses Glück. Ein kurzes, schwaches Regenschäuerchen begleitete genaue eine unserer vielen Fahrten. Ansonsten blieb es trocken und schwülwarm. Unser liebstes Getränk war das Mineralwasser. Es floss in Strömen.
Der Alkoholpegel unserer Passagiere hielt sich sehr in Grenzen. Nebst einer stark betrunkenen Person, welche es fast geschafft hat, beim Austeigen einen Köpfler in die Limmat zu machen, hatten wir es fast ausschliesslich mit nüchternen Fahrgästen zu tun. Dass dieser betrunkene Fahrgast kaum mehr auf den eigenen Füssen stehen konnte, bemwerkte ich erst, als er in Neuenhof aussteigen wollte. Schade hatte ich keine Kamera dabei. Es war höchst amüsant.
Auch eine Gruppe angeseuselter Spanierinnen, welche sich mit lautem Buurebüebli man i ned — Gesang über die
Limmat rudern liessen, liessen Roland und mir ein Lächeln über die Lippen huschen. Den Spanierinnen hat es so gut gefallen, dass wir die Fahrt gleich nochmals wiederholen durften. Dafür bekamen wir auch einige Pesos zusätzlich für unser Kässeli.
Nach dem langen Einsatz genoss ich eine Portion Fisch, ein Mineralwässerli sowie zum Abschluss noch ein feines Käfeli. Nach Hause ging es mit dem Shuttle-Bus, welcher mich (tausend Dank) direkt vor der Haustüre absetzte. So ein Fäscht-Taxi ist schon etwas Gutes.
Alles in allem ein gelungener Fährdienst, welcher sehr unterhaltsam war.
2 Antworten zu “Fähribetrieb beim Fischer-Club Wettingen” Kommentar schreiben ›
692 reicht problemlos für einen Fondueabend für die mithelfenden Aktiven.
Vielen Dank auch an dieser Stelle für alle die mitgeholfen haben. Vor allem den Aktiven die auch dieses Jahr wieder selbstlos und pflichtbewusst ihre vereinten Kräfte in Trinkgeld umgewandelt haben.
Die Jungfahrerkasse hat 692.25 eingenommen.
Besten Dank auch an die Eltern von Flo für den grosszügigen Beitrag.