Werbung ist etwas Wichtiges. Was früher meist per Mundpropaganda funktioniert hat, reicht im Jahr 2011 kaum mehr. Auch die Wasserfahrvereine müssen alle Register ziehen, um auf sich aufmerksam zu machen. Vor allem bei der Jugendwerbung ist Rat manchmal teuer. Da werden Infoveranstaltungen an Schulen gemacht oder Infostände auf der Strasse aufgestellt. Wir versuchen zb. regelmässig ein Angebot beim Ferienpass zu lancieren. So können an einem 2-Tages-Kurs gut und gerne 20–30 interessierte Kinder und Jugendliche angesprochen werden. Wenn nur einer davon wiederkommt… hat es sich bereits gelohnt. Natürlich ist der Aufwand gross. Vor allem die Zeit, welche man dafür zur Verfügung stellen muss. Die meisten von uns gehen einer geregelten Arbeit nach… viele können Liedchen davon singen, wenn man so seine Ferientag opfern darf.
Was auch relativ gut funktioniert hat, sind Schnuppertage. Mittels Flyer verteilen und Poster aufhängen werden Interessierte zum Schnuppertag angelockt, welcher meistens an einem Samstag stattfindet. Man versucht dann auch gleich Vater und Mutter zum Mitkommen zu motivieren. Manchmal haben wir viele Besucher, manchmal ist man fast alleine im Bootshaus.
Zeitungsinserate könnten zum Werbung machen einen grossen Bevölkerungsteil ansprechen. Leider sind solche Inserate sehr teuer. Zudem ist Zweifel angebracht, ob man damit wirklich Jungen erreichen kann. Wer liest schon mit 12 Jahren eine Tageszeitung? Wäre dann vielleicht das Internet die richtige Strategie? Löst eine gute Homepage das Problem?
Hat man jahrelang nichts gemacht und die Jugendbewerbung richtiggehend verpennt (die kommen dann schon von alleine, wenn sie wollen), sieht es zappeduster aus. Wenn man keinen Nachwuchs mehr hat ist es besonders schwierig, frischen Nachwuchs zu rekrutieren. Welcher Jugendliche will schon in einem Verein mitmachen, in welchem nur alte Säcke dabei sind?
Wir in Baden haben wenigstens den Vorteil, dass wir uns nur gegen die Pontoniere zu behaupten haben. Die Konkurrenz ist relativ klein. So haben die Pontoniere einige Junge und wir haben einige Junge. Â In der Stadt Bern oder Basel sieht es dann schon anders aus. Dort gibt es 5–10 Wasserfahrvereine (inkl. der Pontoniere). Â Da muss man dann schon gute Argumente haben, damit die interessierten Jugendlichen den richtigen Verein aussuchen.
Was können die Wasserfahrvereine in der Zukunft erwarten? Der Individualismus wird vermutlich nochmals weiter zunehmen. Sich an einen Verein zu binden ist kaum mehr das, was sich die Jungen vorstellen können. Viele sitzen lieber vor der Gamekiste und verblöden langsam vor sich hin. Und andere dröhnen sich mit Saufgelagen zu.
Vermutlich wird diese Tendenz wieder einmal umkehren. Zugunsten der Vereine. Aber ob es unseren Sport bis dahin noch geben wird?
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Wie kann ein Wasserfahrverein am erfolgreichsten Jugendwerbung machen?
- Die kommen von alleine (31%, 4 Votes)
- Schnuppertag (31%, 4 Votes)
- Weitersagen (15%, 2 Votes)
- Infostand in der Stadt (15%, 2 Votes)
- Ferienpass der Schule (8%, 1 Votes)
- Inserat in Zeitung (0%, 0 Votes)
- Flyer verteilen (0%, 0 Votes)
- Internet (0%, 0 Votes)
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